AMK-News 2/2026 Technik / Normung Thema AMK-Einbaudatenbank
Von der Branche für die Branche
Seit die AMK-Einbaudatenbank live ist und sowohl in einem eigenen Online-Call als auch auf der AMK-Mitgliederversammlung vorgestellt wurde, erreichen uns zahlreiche Rückmeldungen, Prüfungen und bereits begonnene Umsetzungen. Das gilt für Datenlieferanten ebenso wie für Datennutzer – von großen Konzernen bis hin zu kleinen und mittleren Unternehmen.
Für diese Resonanz sind wir sehr dankbar. Sie zeigt, dass wir mit der AMK-Einbaudatenbank eine große Herausforderung der Branche konkret angehen können: mit einem neutralen Angebot von der Branche für die Branche. Ziel ist es, relevante Einbaudaten zentral, strukturiert und künftig möglichst digital nutzbar bereitzustellen – für Küchenplanung, Detailplanung und insbesondere für die Küchenproduktion.
Besonders wertvoll waren in den vergangenen Wochen die offenen Gespräche mit den Unternehmen. Sie haben bestätigt, dass eine Branchenlösung nicht nur technisch überzeugen muss, sondern auch zur jeweiligen Unternehmensgröße und Nutzung passen muss. Deshalb wird die Preisstruktur für kleine und mittlere Unternehmen bis 100 Millionen Euro Umsatz noch feiner ausdifferenziert. Dabei soll stärker berücksichtigt werden, in welchem Umfang die Daten tatsächlich genutzt werden – denn es macht einen Unterschied, ob ein Unternehmen einige hundert, einige tausend oder sehr große Stückzahlen an Küchen produziert. Die aktuelle Preisliste finden Sie als Anlage direkt unter diesem Beitrag.
Auch der Austausch mit dem Tischler- und Schreinerhandwerk hat wichtige Impulse geliefert. Gemeinsam wird geprüft, welche Einbaudaten für diese Betriebe besonders relevant sind und ob sich daraus perspektivisch weitere Anforderungen über die bisherige Datenbank hinaus ergeben. Wenn wir von einer Lösung für die gesamte Branche sprechen, meinen wir auch die gesamte Branche.
Zum Hintergrund: Eine Küche lässt sich nur dann zuverlässig planen und produzieren, wenn Möbel, Geräte, Spülen, Zubehör und weitere Einbaueinheiten exakt zusammenpassen. In der Praxis liegen Einbaudaten jedoch häufig unvollständig, in unterschiedlichen Formaten oder nicht digital verarbeitbar vor. Dadurch entstehen Rückfragen, Abstimmungsschleifen und manuelle Nacharbeiten zwischen Küchenfachhandel, Küchenmöbelherstellern und Herstellern von Einbaueinheiten.
Genau hier setzt die AMK-Einbaudatenbank an. Sie bündelt technische Informationen, strukturiert sie einheitlich und macht sie für die digitale Weiterverarbeitung verfügbar. Damit können Einbaueinheiten aus einer Küchenplanung künftig besser mit den Produktportfolios der Küchenmöbelhersteller abgeglichen und synchronisiert werden. Das reduziert Fehlerquellen, beschleunigt Freigaben und schafft effizientere Abläufe bis hin zur Produktion.
Das Projekt ist über mehrere Jahre in der AMK entstanden. Seit 2023 arbeiten Datenlieferanten und Datennutzer im AMK-Projektteam Einbaudatenbank gemeinsam daran, welche Produktgruppen berücksichtigt werden, welche Daten die Küchenmöbelproduktion benötigt und über welche Schnittstellen die Daten bereitgestellt werden können. Statt bisher sechs Produktgruppen soll die neue Einbaudatenbank 16 Produktgruppen abdecken – von Hausgeräten über Spülen und Mülltrennsysteme bis hin zu weiteren funktionalen Einbaueinheiten. Daten von 587 Lieferanten liegen bereits vor.
An dieser Stelle möchten wir allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Projektteams herzlich danken. Sie haben das Thema nicht nur in die AMK eingebracht, sondern über einen langen Zeitraum konkret, konstruktiv und ausdauernd an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet – und tun dies weiterhin. Dass die AMK-Einbaudatenbank heute live ist und nun Schritt für Schritt mit Leben gefüllt wird, ist ganz wesentlich das Ergebnis dieser gemeinsamen Arbeit. Dafür ein herzliches Dankeschön an das gesamte Projektteam.
Aktuell arbeiten wir gemeinsam mit unserem Dienstleister Dein Konfigurator, der uns bei der technischen Umsetzung unterstützt, die zahlreichen Rückmeldungen und Gesprächstermine strukturiert ab. Dabei werden technische Fragen gemeinsam mit den Unternehmen geklärt, Anforderungen geprüft und konkrete Lösungen für die Datenbereitstellung entwickelt. Parallel wird die Datenbank Schritt für Schritt mit weiteren Daten angereichert; zugleich geht es darum, weitere Datenlieferanten und Datennutzer anzuschließen und die digitale Datenlieferung in der Praxis umzusetzen.
Wir freuen uns besonders auf die ersten Unternehmen, die ihre Daten in größerem Umfang digital liefern und damit zeigen, welches Potenzial in diesem gemeinsamen Branchenprojekt steckt. Dann wird aus einer über Jahre entwickelten Idee ein konkretes Werkzeug für den Arbeitsalltag – mit weniger Reibungsverlusten, verlässlicheren Informationen und mehr Effizienz entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
Wir danken allen Unternehmen für die große Offenheit, die konstruktiven Rückmeldungen und das Vertrauen in dieses gemeinsame Projekt. Alle interessierten Unternehmen sind herzlich eingeladen, sich weiter zu informieren, Fragen zu stellen und sich an der AMK-Einbaudatenbank zu beteiligen.
Bei Rückfragen zur AMK-Einbaudatenbank wenden Sie sich bitte direkt an Volker Irle:
Mobil: +49 171 300 3006
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P.S.: Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die AMK-Einbaudatenbank finden Sie auch auf unserer Q&A-Seite
